• Eisspeedway Berlin
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Artikel vom: 01.03.2019

Bevor die Ice Speedway Gladiators das Horst-Dohm-Eisstadion im Berliner Bezirk Wilmersdorf zu ihren Grand Prix 5 und 6 am Samstag sowie Sonntag, dem 2. bzw. 3. März, in Beschlag nehmen, stand am Freitag zunächst das obligatorische Training auf dem Programm. Während die weltbesten Spike-Ritter in den ersten zweiminütigen Durchgängen zwar rasant, aber noch ziemlich kontrolliert unterwegs waren, deuteten sie in den anschließenden rennähnlichen Start-Trainings bereits an, was die Zuschauer an den folgenden beiden Tagen in etwa erwartet – knallharte Rennaction und packende Fights.

ESWB 2019 StarttrainingSo fanden sich zum Beispiel nach unüblich hart geführten Zweikämpfen schon am Vortag der ersten Eis-Show der Extraklasse in der Hauptstadt zwei Piloten im Dämmmaterial außerhalb der Strecke wieder. Zunächst ließ der 60-jährige Altmeister Stefan Svensson dem per Veranstalter-Wild-Card zum WM-Fahrer erkorenen Tobias Busch, um es vorsichtig auszudrücken, nicht allzu viel Platz, um nach dem anschließenden Neustart im Duell mit dem „Eishans“, Johann Weber, selbst den Kürzeren zu ziehen und unsanft abzusteigen. Beiden Verunfallten passierte dabei zum Glück nichts Schlimmeres, sodass sie die Berliner WM-Rennen planmäßig in Angriff nehmen können.

Im Anschluss lud die gastgebende Eisspeedwayunion Berlin wieder zu einer kleinen Presserunde, bei der der 1. Vorsitzende, Olaf Ehrke, sagte: „Wie man gesehen hat, sind wir mit der Bahn sehr gut vorbereitet. Beim  Kartenvorverkauf konnten wir wieder zulegen und werden sicherlich wieder ein volles Haus haben. Ich denke, die Fans werden wieder tolle Rennen sehen.“

ESWB 2019 Dmitry KoltakovZur mitunter nicht ganz einfachen Zusammenarbeit mit der FIM erklärte der 2. Vorsitzende der Eisspeedwayunion Berlin und zugleich auch am WM-Wochenende als Rennleiter fungierende Bernd Sagert: „Das Standing des Berliner Eisspeedways ist bei der FIM relativ hoch. Wir liefern hier stets einen tollen Event ab und sind uns auch unserer Position in diesem Sport bewusst, sodass wir mit ziemlich breiten Schultern in die Verhandlungen mit der FIM bezüglich der nächsten Jahre gehen können. Das geht natürlich nur mit vielen fleißigen Helfern, denen an dieser Stelle einfach mal Danke zu sagen ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele Leute ehrenamtlich arbeiten, um dem Sport solch eine Bühne zu bieten. Wir sind hier sehr gut aufgestellt und gehen demnächst in die Verhandlungen für die nächsten Jahre. Wir haben aber auch, und das muss man ganz klar sagen, einen Plan B. Wenn die offiziellen Motorsportverbände nicht das möchten was wir, als diejenigen, die letztendlich alle Rechnungen bezahlen müssen, wollen, wir aber andere Entwicklungsmöglichkeiten sehen, werden wir diese auch nutzen.“

Seitens der Aktiven hatten der amtierende Weltmeister Dmitry Koltakov aus Russland und der punktgleich mit seinem Landsmann aktuell an der Spitze der WM-Tabelle rangierende Daniil Ivanov sowie die beiden Piloten des Teams Eisspeedwayunion Berlin, Max Niedermaier und Tobias Busch, im Präsidium Platz genommen.

Zu seiner Siegesserie mit allen vier Tagessiegen in den letzten beiden Jahren sagte Dmitry Koltakov: „Mir ist es in den letzten beiden Jahren nach den Rennen in Russland jeweils am Saisonanfang immer sehr gut gelungen, mich auf Berlin vorzubereiten, sodass ich hier schon viele Erfolge feiern konnte. Bei mir lief es in diesem Jahr bisher nicht immer optimal, aber ich will natürlich den Fans erneut gute Rennen und tolle Kämpfe liefern. In diesem Jahr sind offensichtlich auch meine direkten Konkurrenten sehr, sehr gut vorbereitet, sodass sie noch härter in den Kampf um den Sieg eingreifen können, als es in den letzten Jahren der Fall war. Darauf freue ich mich schon.“

ESWB 2019 Nikita Toloknov(383) Max Niedermaier(88)Damit lag der verbale Spielball bei Daniil Ivanov, der verlautbarte: „Ich habe ein paar Veränderungen im Team und auch bei der Technik vorgenommen, nichts Gravierendes, aber ein paar Kleinigkeiten. Zudem habe auch ich mich selbst noch besser auf die Saison vorbereitet, was sich bis jetzt auszahlt. Ich hoffe das bleibt auch so.“

Ganz andere Sorgen hat Max Niedermaier, die er folgendermaßen beschrieb: „Nach all meinen Problemen bei meiner Anreise mit einem kaputten Transporter und gestern bei der DM der Sturz gleich im ersten Lauf, setzte sich das Pech heute im Training fort, denn da ist mein bester Motor kaputt gegangen. Wir haben aber den zweiten identisch aufgebaut, sodass es diesbezüglich keine Probleme geben sollte. Ich hoffe, dass es von nun an besser hier für uns läuft und ich zwei gute Grand Prix abliefern kann.“

ESWB 2019 Tobias BuschNachdem Tobias Busch im vorigen Jahr als Bahnreserve seine ersten Runden im WM-Feld absolvieren konnte, kommt der Norddeutsche in seinem erst dritten Jahr als Eisspeedway-Pilot für den erkrankten Günther Bauer nun per Wild Card zu seinen ersten vollen Grand Prix. Dazu sagte der vom klassischen Bahnsport gekommene  30-Jährige: „Ich habe damit eigentlich nicht gerechnet, zumal ich ja in dieser Saison nur zwei Rennen, die WM-Quali und gestern die DM, gefahren bin. Nun bin ich dabei und freue mich natürlich darüber. Mein Ziel ist es, einmal einen Großen zu ärgern, und wenn es nur in der ersten Kurve ist.“

Am Samstag und Sonntag wird es also ernst, wenn die Grand Prix 5 und 6 zur Eisspeedway-(Einzel-)Weltmeisterschaft 2019 auf dem Programm stehen. Rennbeginn ist am Samstag 17:00 Uhr und tags darauf 14:00 Uhr. Stadionöffnung ist jeweils drei Stunden zuvor. Die Eröffnungszeremonien und Fahrerparade sind für 16:40 bzw. 13:40 Uhr geplant. Entgehen lassen sollte man sich auch die Autogrammstunden der Top-Fahrer nicht, welche am Samstag ab 15:30 Uhr und am Sonntag ab 12:30 Uhr vorm Fahrerlager stattfinden werden. Tickets gibt es für beide Rennen noch an der Tageskasse.

ESWB 2019 Daniil IvanovESWB 2019 Höppner-Koltakov-Ivanov-Sagert-Ehrke-Niedrmaier-Busch

Text/Fotos: Thorsten Horn

Samstag, 2. März 2019, Rennen Eisspeedway-WM (GP5 2019)
Einlass:          14:00 Uhr
Autogrammstunde: 15:30 - 16:00 Uhr
Eröffnung: 16:40 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
Ende: ca. 19:30 Uhr

Sonntag, 3. März 2019, Rennen Eisspeedway-WM (GP6 2019)
Einlass:          11:00 Uhr
Autogrammstunde: 12:30 - 13:00 Uhr
Eröffnung: 13:40 Uhr
Beginn: 14:00 Uhr
Ende: ca. 16:30 Uhr