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Artikel vom: 09.04.2018

Die Eisspeedway-Saison 2018 ist Geschichte und endete mit der Titelverteidigung von Dmitri Koltakov. Der 27-jährige Russe, der unter anderem Anfang März beim 45. Eisspeedway in Berlin dominierte und an beiden GP-Tagen den Sieg davontrug, gewann auch beim Finale im niederländischen Heerenveen in eindrucksvoller Manier beide Grand Prix.

Dmitri Koltakov; Foto: Thorsten HornAm Samstag durfte sich der Ausnahmeathlet bereits nach dem dritten Heat-Sieg in den mitbepunkteten Qualifikationsläufen vorzeitig über seinen dritten Titelgewinn nach 2015 und 2017 freuen. In seinem letzten Vorlauf blieb er wegen eines technischen Problems zwar ohne Zähler, doch im Halbfinale und im Finale brauste er jeweils wieder als Erster über die Ziellinie, so dass er auch diesen Grand Prix zu seinen Gunsten entschieden hatte.

Im rein russischen Finale hatten diesmal Dinar Valeev, Daniil Ivanov und Dmitri Khomitsevich in dieser Reihenfolge das Nachsehen.

Auf den Plätzen fünf bis neun landeten ausschließlich Schweden, wobei ausgerechnet der mittlerweile 59-jährige Stefan Svensson, der zudem lediglich als Reservefahrer, unter anderem für den seit seinem neuerlichen Crash beim vorangegangenen Rennen in Inzell verletzten Günther Bauer, nachrückte, seine jungen, wilden Landsmänner Martin Haarahultinen, Sohn Niclas, Jimmy Olsen und Ove Ledström in die Schranken wies.

Während Stefan Pletschacher, ebenfalls als Nachrücker ins Feld gekommen, mit vier Punkten 13. wurde, musste der deutsche Permanentstarter Hans Weber bereits nach einem Sturz in dessen ersten Lauf verletzt passen.

Beim „Schaulaufen“ tags darauf spielte Dmitri Koltakov auch die Technik keinen Streich, und wenn einer seiner Mitstreiter gehofft hatte, dass er es vielleicht etwas ruhiger würde angehen lassen, sah sich getäuscht. Beim zehnten und damit letzten Grand Prix des Jahres fuhr er zum sechsten Mal Punktemaximum, was ein klarer Beweis für seine derzeitige fast spielerische Dominanz sowie eindeutiges Indiz dafür war, dass der Richtige Weltmeister 2018 wurde.

Wenngleich auf der jeweils anderen Seite, flankierten ihn Daniil Ivanov und Dinar Valeev erneut bei der Siegerzeremonie. Bester nichtrussischer Fahrer war diesmal Martin Haarahiltunen, der zwar zum wiederholten Mal ins Finale fuhr, in diesem aber mit Rang vier vorliebnehmen musste.

Mit Tagesrang fünf und vor allem seinen zwölf eingefahrenen Punkten verbesserte sich Franz Zorn zumindest auf den sechsten WM-Endrang und drehte damit das inner-österreichische Duell gegen Harald Simon noch zu seinen Gunsten.

Während Stefan Pletschacher mit sechs Zählern und Tagesrang zehn einen versöhnlichen Saisonabschluss hatte, trat der „Eishans“ Johann Weber trotz geschundenem Körper immerhin wieder an und holte drei Punkte. Mit unterm Strich WM-Rang 14 verfehlte er sein Saisonziel jedoch ziemlich klar.

Nun folgt logischerweise die Eisspeedway-Sommerpause, die stets sehr lang ausfällt. Dennoch kann man sich schon wieder in Vorfreude versetzen, denn beim WM-Finale 2018 in Heerenveen weilte unter anderem auch der Rennleiter des Berliner Eisspeedways, Bernd Sagert. Er sagte anschließend: „Wir haben bei einem Meeting bestätigt bekommen, dass wir zu den Top 3 der Veranstalter gehören und gehen davon aus, dass wir auch 2019 mit der FIM zusammenarbeiten und einen WM-Lauf austragen. Unser Wunschtermin ist wieder das erste März-Wochenende, also der 2. und 3. März. Auch die vorgeschaltete DM am Donnerstag, streben wir wieder an durchzuführen. Natürlich ist noch nichts in Stein gemeiselt und wir sind auch bis zu einem gewissen Punkt flexibel, aber in diese Richtung dürfte es wieder gehen.“

Text/Fotos: Thorsten Horn

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