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Artikel vom: 02.03.2019

Das war ein Renntag, wie ihn viele von uns nicht so schnell vergessen werden - der Tag war voll an Dramatik und Spannung, mehr ging wirklich nicht und nach Jahren gelang es endlich einmal der Russischen Eisspeedway-Supermacht etwas entgegen zu setzen. Bevor es zu den einzelnen Heats geht, noch ein paar Infos vorab. Vor dem Rennen hatten die Fans die Möglichkeit einen Blick in das Fahrerlager zu werfen und später ein Autogrammm zu erhaschen. Es folgte die Fahrervorstellung, bei denen die Fahrer durch einen Tunnel in das Innenfeld gelangten und dort im "Nebel" auftauchten. Pünktlich um 17 ging das Startband hoch zum 1. Lauf des Tages. Den Heat gewann souverän Daniil Ivanov vor Niclas Svensson, Nikita Toloknov und Max Niedermaier.

Tag1Franky Torn gewann im 2. Lauf den Start und versuchte sich abzusetzen, doch Dmitry Khomitsevich zog an Franky vorvei und erhielt seine ersten 3 Punkte. Charly Eber erhielt noch einen Punkt. Ohne Punkt blieb Stefan Pletschacher, der immer noch gesundheitlich angeschlagen ist.

Im Heat 4 nun das Russisch-Schwedische "Gipfeltreffen", ein Lauf, den man nicht so sehen möchte. Erst stürzte Dmitry Koltkov in der Startkurve, dann Bruchteile von Sekunden, ja fast zeitgleich, dann Martin Haarahiltunen durch einen Highsider Ausgangs der Startkurve und überschlug sich. Zum Glück kamen Ove Ledström und Dinar Valeev vorbei. Atemstille im Stadion, da Martin ersteinmal regungslos auf dem Eis liegen blieb. Der Rettungswagen kam zum Einsatz und es dauerte einige Zeit, die Sanitäter mussten Laken davorhalten. Leider gibt es immer wieder Leute, die solche spektakulären Stürze sehen und fotografieren wollen … mir unbegreiflich. Der Lauf wurde neu gestartet ohne disqzalifizierten Fahrer Martin und Dmitry. Dinar Valeev holte die 3 Punkte aus diesem Lauf, 2 Punkte gab es für Ove Ledström. Nun hiess es in der Bahndienstpause ersteinmal tief durchatmen. Der Heat 5 musste wegen eines unsauberen Starts neu gestartet werden.

Wir trauten unseren Augen nicht, als Martin Haarahiltunen nach diesem schlimmen Sturz im Heat 6 an das Startband kam. Damit hatte keiner gerechnet. Martin ging in Führung und ging als Erster über die Ziellinie, gefolgt von Andrej Shishegov, Niclas Svensson und Franky Zorn. Tobi Busch, der die Wildcard für dieses Wochenende erhalten hatte, konnte in seinen bisherigen Heats nicht viel ausrichten. Für ihn blieb es auch nach dem Heat 14 bei null Punkten. Im Heat 15 kämpfte sich Charly Ebner an den Eismax vorbei. Für den “Eishans“ Hans Weber lief es einfach super. Er holte im Heat 16 drei Punkte. Es wurde in der Zielkurve verdammt eng, so das Ove Ledström, der ganz aussen fuhr, zumachen musste, um keinen Crash mit den anderen zu riskieren. 2 Punkte gingen an Nikita Toloknov, 1 Punkt Franky Zorn, ohne Punkt blieb Ove.

Für mich einer der besten Heats des Tages: der Heat 18:
ein regelrechter Blitzstart vom Eishans der vor dem amtierenden Weltmeister Dmitry Koltakov in Führung ging ! Der Lauf musste abgebrochen werden, da Markus Jell, der als Reservefahrer zum Einsatz kam, auf der Gegengeraden stürzte. Konnte der Eishans noch einmal so einen Blitzstart hinlegen …?

Es klappte und der Eishans führte fast 3 Runden, dann kam Dmitry doch noch vorbei. Das Stadion tobte. Das Semifinale 1 musste neu gestartet werden, da es in der Startkurve zu einem Sturz von Andrej Shishegov kam, nachdem sich seide Maschine und die von Stefan Svensson verhakt hatten. Stefan konnte einen eigenen Sturz noch abfangen. Übrig für den Lauf blieben Dmitry Koltakov und Dinar Valeev. Stefan Svensson wurde als Abbruchverursacher disqualifiziert und Andrej Shishegov konnte nicht erneut starten; er war verletzt und musste ärztlich versorgt werden. Dmitry erhielt 3 Punkte und 2 Punkte gab es für Dinar. Ärgerlich für Daniil Ivanov, der in der Startkurve zu weit nach aussen kam, Bekanntschaft mit den Strohballen machte und disqualifiziert wurde. Das Semifinale 2 gewann nach dem Re-Start Dmitry Khomitsevich. 2 Punkte gab es für den Eishans. Martin Haarahiltunen musste aufgeben, zu gross waren die Schmerzen an der rechten Hand.

Die Sensation des Tages: der Eishans stand im Finale!

Das Finale gewann Dmitry Koltakov vor Dinar Valeev, Dmitry Khomitsevich und dem Eishans. Der Eishans lief jubelnd eine halbe Runde und liess sich feiern. 
Ein mega spannender Renntag im Horst-Dohm-Eisstadion.

Morgen geht es weiter mit den restlichen Heats des GP 6.

Text und Fotos: Anke Claassen