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Artikel vom: 18.04.2018

Fast könnte man meinen, die Eisspeedwaysaison ist schon vorbei – aber für die Gladiatoren ging es noch einmal in die Niederlande. Bereits am Freitag, den 06.04. fanden die Wertungsläufe zum Roelof Thijs Pokal statt, bei dem es schon rasant zuging. Das Eis, ganz anders als bisher gewohnt, verursachte einige Stürze. Ganz spät am Abend stand dann Lukas Hutla als Sieger fest. Auf dem 2. Platz landete Jonas Andersson, gefolgt von Charly Ebner.

Nun zu den GP-Wertungsläufen am Samstag. Im Heat 1 dabei "King Haara" Martin Haarahiltunen, der wieder ein ungaublich starkes Rennen fuhr. Durch einen Fehler von Dinar Valeev war er zwischendurch auf Platz 2, doch Dinar kam wieder vorrbei. Den Lauf gewann Daniil Ivanov.

Glück im Unglück für unseren Eishans, der im Heat 2 in der Zielkurve stürzte. Er wurde disqualifiziert und der Re-Start erfolgte ohne ihn. In diesem Lauf hatte Dmitri Khomitsevitch die Nase vorn vor Jan Klatovsky und Stefan Pletschacher. Im Heat 4 rollte nun der amtierende Weltmeister an das Startband. Er setzte sich ab und holte sich seine ersten 3 Punkte. Zweiter wurde Niclas Svensson gefolgt von seinem Vater Stefan, die beide an diesem Wochenende ein starkes Rennen fuhren. Ohne Punkt blieb Jimmy Olsen. Im Heat 7 fuhren Jan Klatovsky und Niclas Svensson ziemlich dicht zusammen in die Startkurve. Jan stürzte und wieder disqualifiziert. Im Re- Start lag Ove Ledström auf Platz 2 hinter Dinar Valeev als Niclas in der Zielkurve Ove in einer ziemlich heftigen Attacke vors Vorderrad fuhr. Ove machte zu und konnte somit einen Crash der beiden verhindern. Ihm blieb dann nur noch 1 Punkt. Ärgerlich für Harald Simon, der erneut durch einen Dreher ganz innen fahrend in der vorletzten Kurve stürzte. Trotz allem war auch er an diesem Wochenende stark unterwegs. Der Lauf wurde gewertet. Im Heat 12 gab es ein ziemliches Durcheinander. Franky Zorns Maschine war kurz vor dem Start ausgefallen. Er musste selber ins Fahrerlager rennen und seine Ersatzmaschine holen, dadurch vergingen wertvolle Sekunden. Die 2-Minuten, bis er wieder am Startband stehen musste, liefen. Kurz, bevor er nun vorm Startband stand, waren die 2 Minuten um und Franky wurde disqualifiziert. Für ihn kam nun Simon Reitsma an den Start. Martin Haarahiltunen gewann den Start. Leider stürzte er in dern Zielkurve in Führung liegend und wurde disqualifiziert. Den Lauf gewann dann Stefan Svensson, der sich immer beim rausfahren am Fahrerlagertor von seinen Fans feiern liess, gefolgt von Jan Klatovsky und Simon Reitsma. Der Heat 13 brachte Dmitri Koltakov Glück, mit einem Wheelie ging es, den Weltmeistertiel nun in der Tasche,  über die Ziellinie. Sein Punktekonto reichte aus - er war nun nicht mehr einzuholen. Das Semi 1 gewann Daniil Ivanov vor Dinar Valeev, Martin Haarahiltunen und Niclas Svensson.

Im Semi 2 ging der Weltmeister als Erster über die Ziellinie, gefolgt von Dmitri Khomitsevitch, Stefan Svensson und Jimmy Olsen. Das Finale gwann dann der Wetmeister vor Dinar Valeev, Daniil Ivanov und Dmitri Khomitsevitch.

Etwas komisch war es schon: erst bei strahlend blauen Himmel und T-Shirt-Wetter draußen vor dem Stadion Thialf in der Sonne zu sitzen und später mit Pullover und Jacke in der Eishalle.
Das Eis ein wenig besser als am Freitag und Samstag. Im Heat 1 sicherte sich Dinar Valeev 3 Punkte, 2 Punkte gab es für Franky Zorn, 1 Punkt holte sich "Pletschi" Stefan Pletschacher, der kurz vor dem Ziel noch an den "Eishans" hans Weber vorbei ging. Pech für Jasper Iwema, der im Heat 4 und 5 durch einen technischen Defekt an der Maschine ausfiel. Ein Wahnsinnslauf von Martin Haarahiltunen der Heat 10, bei dem er gegen Dmitri Khomitsevitch fightete. Ein Foto-Finish, beide gingen zeitgleich über die Ziellinie. Dann lautete die Entscheidung: Sieger des Laufes Martin Haarahiltunen ! Die Schwedische "Yellow Wall" Fangruppe feierte ihren Helden. Stefan Svensson erhielt einen Punkt, der "Eishans" 0 Punkte. Die 2-Minuten liefen im Heat 17 für Jimmy Tuinstra, der für Jan Klatovsky, der im Heat 11 erneut gestürzt war und nicht mehr antrat. An Jimmys Maschine sich auf der Bahn die Fußraste gelöst und musste erst richtig festgemacht werden. Den Lauf gewann Daniil Ivanov vor Dinar Vallev Franky Zorn.

Das Semi 1 gewann Dmitri Koltakov vor Martin Haarahiltunen, der spektakulär Ausgangs der Startkurve von der Maschine rutschte und gerade noch einen Sturz verhinderte. Einen Punkt gab es noch für Dmitri Khomitsevitch, Stefan Svensson fuhr als Letzter über die Ziellinie.

Das Semi 2 entschied Daniil Ivanov für sich, gefolgt von Dinar Valeev und Franky Zorn. Niclas Svensson wurde disqualifiziert, weil er durch ein kaputtes Vorderrad in der Startkurve stürzte.

Auch das zweite Finale entschied der Weltmeister für sich, gefolgt von Daniil Ivanov, Dinar Valeev und Martin Haarahiltunen. Eine tolle Saison mit vielen Höhen und Tiefen und vielen Stürzen, die zum Glück alle glimpflich ausgingen, ist nun zu Ende und es geht in die Sommerpause.

Nun heißt es warten – doch spätestens im Späterbst, wenn die ersten Vorbereitungen laufen, dann wissen wir alle, es dauert nicht mehr ganz so lange.

Text/Fotos: Anke Claassen

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