• Eisspeedway Berlin
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Artikel vom: 03.03.2020

Ein Traum wird wahr.

Der Wettergott hatte am Sonntag, den zweiten Renntag, wenig Mitleid mit den Eisspeedwayfans. Es schüttete vor der Fahrervorstellung wie aus Eimern, kurz vorher hörte der Regen dann auf. Doch es gab auch gute News: die Startmaschine und auch die Ampeln funktionierten wieder.

Deutschland vs Österreich hieß es im ersten Heat des Tages. Der Eishans kam für Markus Jell an den Start und ging in Führung, Franky Zorn an zweiter Position und Harald Simon an Dritter. Unser Fahrer der Eisspeedwayunion Berlin, Max Niedermaier, wurde Letzter. Schneller Lauf vom Eishans, mit einer Zit von 59,2 Sekunden (gemessen über 4 Runden mit stehendem Start). Guter Start vom Finnen Mikko Jetsonen, der in Führung ging. Lukas Hutla vom tschechischen Team stürzte in der Startkurve, Matti Isosho (SF) konnte nicht mehr ausweichen und fuhr rein. Auch wenn der Sturz schlimm aus sah, zum Glück blieben beide Fahrer unverletzt. Den Re-Start gewann Jan Klatovsky (CZ) vor Mikko Jetsonen. Lukas war als Abbruchverursacher disqualifiziert worden und Matti ging nicht mehr an den Start.

Da das finnische Team bereits getauscht hatte; Mikko  für Christer Biskop, konnte nur ein Fahrer für Finnland an den Start gehen. Das Ergebnis 3:2 für Tschechien.

Das Team aus Österreich zeigte im Heat 25 wieder ein klasse abgestimmtes Paarfahren. Charly Ebner ging in Führung und Teamkollege Harald Simon blockte die dahinter fahrenden Kasachen Dennis Slepukhin und Vladimir Cheblakov so ab, das kein Vorbeikommen möglich war; somit weitere 5 Punkte für Österreich. Harter Fight im Heat 27, bei dem zum Schluss das Team aus Deutschland siegte.

Max Niedermaier zog außen seine Runden und der Eishans blockte innen Jan Klatovsky ab. Jan versuchte mit einer Schlussattacke Ausgangs der Zielkurve noch innen vorbeizukommen, stürzte und wurde disqualifiziert. Sein Teamkollege Andrej Divis, der für Lukas Hutla an den Start gegangen war, erhielt noch einen Punkt. Jubel auf den Rängen: das hieß volle 5 Punkte für das deutsche Team. Ein klarer 5:1 Sieg für das Team aus Schweden durch Niclas Svensson und Martin Haarahiltunen im Heat 28 gegen das Team aus Kasachstan.

Dann der Heat 30: ein mega Lauf vom Eishans! Daniil Ivanov (RU) gewann den Start; der Eishans und Markus Jell waren gleichauf, dazwischen Igor Kononov (RUS). Markus versuchte noch Igor abblocken, dieser fand jedoch eine Lücke und zog an ihm vorbei. Der Eishans ließ sich seine 2 Punkte nicht mehr abnehmen und ging als Zweiter, hinter Daniil über die Ziellinie. 4:2 für das Team aus Russland.

Harald Simon vom österreichischen Team fightete mit Jan Klatovsky (CZ) und behielt die Nase vorn. Teamkollege Franky Zorn setzte zu einer Schlussattacke an, bei der es fast zu einem Sturz auf der Zielgeraden zwischen ihm und Jan kam. 5:1 für Team Austria.

Durchatmen vor dem Heat 40. Deutschland traf auf das Team aus Schweden. Der Eishans gewann den Start und ging in Führung. Martin Haarahiltunen lag an zweiter Position und Markus Jell an dritter. Niclas Svensson griff Markus an und kam vorbei, das Ergebnis 3:3.

Großes Pech für das Team aus Österreich. Harald Simon gab im kleinen Finale, um den es um die die bronze Medaille ging, alles. Er versuchte nach dem Start ganz innen zu bleiben, stürzte in der Startkurve und rutschte ins Innenfeld. Er wurde als Abbruchverursacher disqualifiziert. Re-Start mit 3 Fahrern. Der Eishans und der Max standen am Start und warteten, die 2 Minuten liefen für Franky Zorn ... die 2 Minuten waren um und das Fahrerlagertor zu, Franky Zorn war nicht angetreten.

Ich glaube, so ein Finallauf hat bisher keiner von uns gesehen. Max und der Eishans drehten in Ruhe ihre Runden mit Wheelies, winkten und ließen sich feiern. Die Mission, auf das Treppchen zu kommen, war erfüllt!

Das große Finale gewann das Team aus Russland vor Schweden durch Daniil Ivanov und Dmitry Khomitsevich gegen Martin Haarahitunen und Niclas Svensson.

Ein Rennwochenende, wie man es sich nur wünschen kann, ist zu Ende. Und wer glaubt, eine Team-WM ist weniger spannend als ein GP, hat sich mächtig geirrt: mega spannende Läufe und an der russischen Supermacht wurde mächtig gekratzt - und das Beste: keine schlimmen Stürze. Weiter geht in die Reise der Eiscowboys nach Inzell in die Max-Aicher-Arena.

Ein besonderes Highlight: am Freitag, den 13.03.2020 findet das Abschiedsrennen von Günther Bauer "Servus Schliff"statt, zu dem viele bekannte Fahrer, die früher mit ihm zusammen fuhren, zugesagt haben.

Am Samstag und Sonntag folgen dann die Wertungsläufe des GP 7+8 bevor es zum Finale nach Heerenveen geht.

Text/Fotos: Anke Claassen